2015 in der Praxis: Armutsbekämpfung braucht Beteiligung der Zivilgesellschaft
Zivilgesellschaftliche Akteure tragen ganz entscheidend zur Armutsbekämpfung in den ärmsten Ländern weltweit bei. Einerseits leisten sie konkrete Projektarbeit - vor allem in den Sektoren Bildung und Gesundheit. Andererseits wirken sie als politische Akteure auf Regierungen und staatliche Organisationen in Nord und Süd ein, um diese zur verstärkten Bekämpfung von Armut und zur Einlösung von politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten zu drängen. Diese politische Dimension zivilgesellschaftlicher Arbeit in den etwa 70 ärmsten Ländern weltweit ist Gegenstand dieses Internetportals "2015 in der Praxis".
Diese Website bietet für derzeit über 40 ärmste Länder aktuelle und umfassende Informationen. Kommentare und Anregungen sind jederzeit willkommen. Mehr noch: Die Plattform ist dringend auf Beiträge ihrer Nutzer angewiesen! Für über 40 Länder weltweit Informationen bereit zu stellen, ist für das kleine Team, das hinter dem Portal steht, alleine nicht möglich. Beiträge zur Verbesserung und Erweiterung des Informationsangebots sind daher hoch willkommen! Nutzen Sie dafür Kommentarfunktionen, die Foren - oder einfach auch eine Email an die Redaktion.
Die auf dieser Webseite enthaltenen Länderprofile dokumentieren und analysieren die politische Arbeit zivilgesellschaftlicher Akteure im Rahmen der Armutsbekämpfungsstrategieprozesse in ihren Ländern. Die Beteiligung der Zivilgesellschaft an der Entwicklung und Umsetzung dieser Poverty Reduction Strategies (PRS) ist seit ihrer Einführung 1999/2000 in vielen Ländern zu einem wichtigen Forum für den Dialog zwischen Regierungen und Zivilgesellschaften geworden.
Daneben gibt es jedoch verschiedene andere "politische Arenen", in denen zivilgesellschaftliche Akteure in ärmsten Ländern sich für die Rechte von Armen, Benachteiligten, Marginalisierten einsetzen. Dazu gehört der Einsatz für fundamentale Menschenrechte oder für Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern genauso wie das Engagement für demokratische Wahlen oder für eine armutsorientierte Gestaltung der Regierungshaushalte, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch auf diese Beteiligungsprozesse gehen die Länderprofile ein. Zivilgesellschaftliche Akteure leisten damit wichtige Beiträge dazu, dass die Umsetzung der politischen Ziele, die in der Millenniumserklärung von Staaten verabschiedet wurden (und weit über die Millenniumsziele hinausgehen!) eingefordert wird: 2015 in der Praxis!




